Deeskalation? – Ja ne is klar.

Montag, 22. Dezember 2014

Es ist immer schwierig auf weniger schöne Dinge einzugehen, wenn einem gerade ein sportlicher „Befreiungsschlag“ gelungen ist und das Fest der Liebe vor der Tür steht.
Trotz dessen müssen wir auf die Polizeieinsätze rund um das Bundesligaspiel am gestrigen Samstag eingehen und diese ohne Wenn und Aber heftig verurteilen.

Nachdem die eingesetzten Polizeibeamten sich schon am Bahnhof in bester Eskalationsstimmung präsentierten, entschlossen sie sich – offensichtlich ohne jegliches Wissen um bremische Abläufe – eine Gruppe Bremer vom Steintor zu Fuß zum Stadion zu begleiten. Dabei wurde diese, nach Unstimmigkeiten mit besagter Gruppe, letztendlich auf eine völlig unnötige und aggressive Art attackiert – und zwar bis vor den Ostkurvensaal durch Schlagstock-, Faust- und Pfeffersprayeinsätze. Dass vor dem Saal selbst Fanprojektmitarbeiter von den sogenannten Ordnungshütern angegangen und beinahe festgenommen wurden und auch völlig Unbeteiligte, darunter Frauen und Kinder, Gefahr liefen, körperliche Schäden davonzutragen, verdeutlicht das unangemessene Verhalten an diesem Tage.
Leute wurden mit Pferden durch die schuhhoch unter Wasser stehende Straße vor dem Stadion getrieben und es wurden diejenigen willkürlich festgenommen, die nicht schnell genug aus der Reichweite der Beamten waren.

Nun liegt der Verdacht nahe, dass sich die darauffolgenden Anzeigen wieder einmal auf die mittlerweile übliche Vorgehensweise der gegenseitigen Deckung der Beamten durch Falschaussagen/Zeugenaussagen stützen werden und die Medien durch einseitige und unreflektierte Pressemitteilungen benutzt werden, um eine Meinungsmache gegen Fußballfans zu gestalten.

Wir können diese unmenschliche und unnötige Arbeitsweise der Polizei, die dann häufig auch noch als Deeskalation bezeichnet wird, speziell im Fußballzusammenhang weder verstehen noch billigen. Was ist hier das Ziel? Persönlicher Stressabbau?
Rechtliche Schritte gegen derartige Auswüchse von Polizeigewalt zu prüfen und anzugehen wird sicher eine Aufgabe sein, die uns in Zukunft verstärkt beschäftigen wird.

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